Tarifvertrag chemische industrie altersfreizeit

Neben den Löhnen (das erste Thema der Tarifverhandlungen auf Unternehmensebene – 11.800 Vereinbarungen im Jahr 2017 von insgesamt 32.248) sind die anderen Hauptthemen Arbeitszeit (8.114 Vereinbarungen), Beschäftigung, insbesondere die Frage der Ableiben älterer Arbeitnehmer in Beschäftigung (3.132 Vereinbarungen) und die Gleichstellung der Geschlechter (3.817 Vereinbarungen). Dies ist auch eine Folge von Rechtsvorschriften, die die Sozialpartner verpflichten, regelmäßig über Geschlechterfragen und die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer zu verhandeln. Die Verhandlungsverpflichtung der Sozialpartner ist auf das historische Umfeld der Arbeitsbeziehungen zurückzuführen, da die Unternehmen verpflichtet sind, jährlich über eine Reihe von Themen (Löhne, Arbeitszeit, Arbeitsorganisation, kollektive Krankenversicherung, finanzielle Beteiligung usw.) oder auf mehrjähriger Basis (Gleichstellung der Geschlechter, Beschäftigung behinderter Arbeitnehmer) zu verhandeln. Üblicherweise besteht die Verpflichtung darin, zu verhandeln, aber keine Einigung zu erzielen. In Fragen der Gleichstellung der Geschlechter oder älterer Arbeitnehmer muss der Arbeitgeber jedoch eine Einigung erzielen oder, wenn die Sozialpartner nicht zustimmen, einen Aktionsplan verabschieden. Die vom Arbeitsministerium eingeleitete jährliche Bewertung der Tarifverhandlungen gibt einen Überblick über die wichtigsten Themen, die auf Branchen- und Unternehmensebene ausgehandelt werden. Die Tarifverhandlungen in Österreich sind in der gesamten Wirtschaft stark koordiniert. Denn es herrscht eine Praxis der “Musterverhandlungen”, bei der die metallverarbeitende Industrie als erster großer Sektor, der Lohnverhandlungen im jährlichen Verhandlungsprozess führt, eine führende Rolle einnimmt. Die Ergebnisse haben eine erhebliche Signalwirkung für andere Sektoren und werden als Vorbild genommen. In der Praxis stellen sie jedoch aufgrund der relativen Stärke der Metallarbeitergewerkschaften oft eine der höchsten Tarifabschlüsse im Vergleich zu anderen Sektoren.

Trotz dieser hohen Tarifkoordinierung ist Österreichs Tarifverhandlungssystem nicht durch eine zentralisierte Lohnfestsetzung gekennzeichnet. Gewerkschaftliche Arbeitnehmer können sich darauf verlassen, dass ihre repräsentativen Verbände oder Gewerkschaften in ihrem Namen faire Arbeitszeiten aushandeln. Nicht gewerkschaftlich organisierte Arbeitnehmer, die in einem Betrieb, in dem es keinen Tarifvertrag gibt, mehr als 10,50 Dollar pro Stunde verdienen, müssen sich jedoch selbst wehren. Der begriff der Friedensklausel, der in Tarifverträgen enthalten ist, ist in Frankreich unbekannt, da er als Verstoß gegen das verfassungsmäßige Streikrecht angesehen werden könnte. In der neuen Vereinbarung gelang es den beiden spanischen Tochtergesellschaften von IndustriALL, die Arbeitgeber dazu zu bewegen, Pläne zur Verlängerung der Arbeitszeit zurückzuziehen, Anhängevon Zulagen im Zusammenhang mit der Karrieredauer zu streichen und eine niedrigere Mindestlohnerhöhung anzuwenden. Urlaubsansprüche für täglich beschäftigte Arbeitnehmer sind im Tarifvertrag zwischen dem Chief Personnel Officer und der National Union of Government and Federated Workers, 1999-2001 vorgesehen. Sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor haben Arbeitnehmer erst nach zwölfMonaten ununterbrochenen Dienstes Anspruch auf bezahlten Urlaub. Der Staat sieht auch vor, dass Arbeitnehmern, die ihre Ausbildung weiterführen und verlassen möchten, keine Lohnbeurlaubung gewährt wird, wenn der Arbeitnehmer eine Stelle in einer Gewerkschaft innehat. Jeder Mitarbeiter muss eine tägliche Ruhezeit zwischen zwei Arbeitstagen haben.

Die gesetzliche Ruhezeit beträgt mindestens 11 aufeinanderfolgende Stunden (Arbeitsgesetzbuch, Artikel L3131-1). Ausnahmen von diesem Zeitraum können jedoch durch Vereinbarung oder Vereinbarung festgelegt werden (Arbeitsgesetzbuch, L3131-2). Ein Tarifvertrag kann jedoch nicht dazu führen, dass die tägliche Ruhezeit auf weniger als neun Stunden verkürzt wird.